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Was bin ich bereit zu opfern?

Ich denke wir alle möchten bestimmte Dinge in unserem Leben erreichen. Manchmal die großen und manchmal die unscheinbaren, kleine Sachen. Jetzt bin ich noch jung. Das Leben, das wie ein riesiger Berg noch vor mir steht, auf welchen endlose Fahrstraßen, Trampelpfade und Fußspuren führen, scheint mir so unvorhersehbar.

Doch eine Frage bleibt trotz der unterschiedlichen Wege immer gleich: die Frage nach dem Ziel. Die Frage nach dem was ich selbst von dem Aufstieg auf den Berg erwarte. Welche Wünsche und Träume bleiben. Vor allem aber, welche der Träume sich tatsächlich erfüllen werden. Nicht in der tag-träumerischen, weltenbummlerischen Weise meines Teenager-Ichs, sondern so richtig… So richtig erwachsen. Schwierig ist auch zu wissen was man wirklich will. Will ich den Job nur weil er mehr Geld bringt? Will ich das Studium nur machen, weil es mir gesellschaftliches Ansehen bringt? Was macht mich wirklich glücklich? Was macht die Menschen um mich herum glücklich? Wie kann ich für die Menschen sorgen, für die ich Verantwortung trage?

Keine dieser Fragen kann befriedigend beantwortet werden ohne sich selbst im klaren zu sein, was man bereit ist für die Realisierung dieser Wünsche zu opfern. Wirklich Opfern; nicht einfach was man an materiellem aufgeben würde, sondern vielmehr was man an sich selbst aufgeben würde. Wo und wie würde man die Ecken und Kanten an sich wegmeißeln. Noch schwieriger: Wo und Wann würde man diese Ecken auch von anderen abmeißeln lassen. Wäre ich demütig genug um mir meine tiefsten Unebenheiten ausglätten zu lassen? Wäre ich stark genug die daraus unvermeidbare Frustration nicht auf andere abzuwälzen?

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